Ziele 2022

So langsam tritt ja wieder eine Art Normalität ein. Und so plane ich für dieses Jahr zwei Veranstaltungen:

  • Vätternrundan
  • Ötztaler Radmarathon

Beim Ötztaler habe ich es in diesem Jahr endlich aufgrund vorhergehender, erfolgloser Versuche geschafft, einen Platz zu ergattern.

Cap de Formentor

Neben Sa Calobra war Cap de Formentor immer noch ein Ort, zu dem ich auf Mallorca radeln wollte. In diesem Urlaub sollte es dann die zweite Königsetappe werden. Wieder startete ich in Cala Murada und fuhr über Petra und Alcúdia zum Cap.

Das Wetter war ideal: Wenig Wind und morgens noch angenehm kühle 15°C. Die Beine waren nach einem Ruhetag wieder ausgeruht und so kam ich mit flotten 33 km/h bis zum Anfang des Passes. Die Straße zum ersten Gipfel war breit und so arrangierten sich die vielen Radfahrer und Autos ganz gut. Leider wurde es schon ab der Abfahrt deutlich enger und so war an freie Fahrt dann nur begrenzt zu denken. Im zweiten Anstieg wurde es dann noch enger. Die letzten Kilometer der Straße waren dann plötzlich gesperrt. Alle Autos fuhren bis zur Sperrung und versuchten dann auf der sehr schmalen Straße zu wenden. Ich schlängelte mich durch und hatte danach freie Fahrt bis zum Leuchtturm.

Nach kurzem Aufenthalt ging es (notgedrungen) auf gleicher Strecke zurück bis Port de Pollenca. Von dort führte die Route dann über Pollenca in Richtung Inca. kurz vor Inca hatte ich dann den zweiten Anstieg hoch zum Puig de Son Sastre (289 m) eingebaut. Der Weg bis dahin verlief überwiegend ruhig und schön zwischen den Bergen hindurch. Der Anstieg war dann schön mit einigen engen Serpentinen.

Oben auf dem Puig de Son Sastre

Da ich die letzte Tankstelle ausgelassen hatte, war es nun an der Zeit, für etwas Verpflegung zu sorgen. In einem kleinen Ort fand ich einen Supermarkt und holte mir Wasser, ein Red Bull und ein Süßteilchen. Danach ging es dann auf die letzten 90 km in Richtung Cala Murada.

Zum dritten Mal in diesem Urlaub hoch nach Sant Salvador

Auf den letzten Kilometern fühlte ich mich gut und so ging es dann in diesem Urlaub zum dritten und damit auch zum letzten Mal hoch nach Sant Salvador, mit 510 m das Dach dieser Tour. Auf dem Weg nach unten traf ich dann noch René aus Hamburg, der mich glücklicherweise an dem TdlM-Trikot erkannte.

Schöne Erinnerung von Mallorca Cycling Photos
https://www.strava.com/activities/6102470362

Sa Calobra

„Sa Calobra“ zu fahren, stand natürlich schon lange auf meiner Wunschliste. Nachdem es beim letzten Mallorcaurlaub nicht geklappt hat, gab es dieses Mal kein Entkommen.

Es gab zwei Optionen: Entweder das Rad ins Auto packen und wie schon vor einigen Jahren direkt am Fuße des Tramuntana Gebirges starten, oder in Cala Murada starten und die 60 km bis Inca radeln. Da ich ja zum Radfahren hier war, entschied ich mich für Letzteres.

Die mit Strava geplante Route über die Insel bis Sa Calobra

Die Wettervorhersage war gut: Kein Regen, sonnig und ab Mittag ein frischer Wind von Norden. Eigentlich ideal für lange Tour.

Die Strecke bis Inca ist relativ flach. Die einzig nennenswerte Steigung führt von Cala Murada hoch nach Felanitx. Die letzten Kilometer vor Inca sollte ich noch mal besser planen, da sie über eine gut befahrene Hauptstraße führten.

Ab Caimari geht es dann hoch in die Berge. Schon hier waren sehr viele Radfahrer unterwegs. Leider auch viele Autos und Busse, so dass es an den engen Passagen zu zähem Verkehr kam. Ich konnte glücklicherweise alles was langsamer war überholen (auch PKWs und Busse. Das Segment bis zum Aquadukt (16 km) führ ich dann an dem Tag auch am schnellsten.

Danach ging es dann noch knapp 200 Hm hoch zum Col dels Reis (728 m). Oben angekommen machte ich kurz unterhalb des Passes eine kurze Pause, da sich wieder einmal zwei Busse nach unten quälten.

Blick runter nach Sa Calobra

Ich wollte einigermaßen freie Fahrt haben und so wartete ich bis die Busse fast unten angekommen waren. Dann Weste an und ab nach unten. Leider holte ich im letzten Drittel wieder PKWs ein und vorbei war es mit der freien Fahrt.

Abfahrt vom Col dels Reis

Unten war es richtig voll, so dass ich nur kurz anhielt, etwas aß und mich dann gleich wieder an den Aufstieg machte.

In Sa Calobra

Der Aufstieg verlief wie erwartet. Es ging doch ganz ordentlich bergan. Irgendwann war ich auf dem kleinsten Gang (36/28) und verließ den dann nur noch selten. Je weiter es nach oben ging, desto steiler wurde es. Mein Minimalziel, mich nicht überholen zu lassen, erreichte ich trotz eines Angriffes kurz vor Ende. Letztendlich schloss ich das offizielle Segment als 40. an dem Tag ab.

Steigung von Sa Calobra – je weiter es gen Passhöhe geht, desto steiler wird es.
Kurz vor Ende geht es noch mal richtig steil bergan.

Der Rückweg führte mich über die gleiche Strecke zurück nach Inca. Unterwegs machte ich an einer Tankstelle/Café kurz Pause und verpflegt mich. Danach ging es auf einer tollen Abfahrt nach Caimari. Von Inca fuhr ich auf leicht abgeänderter Route zurück nach Felanitx. Dort hatte ich eigentlich noch geplant, den Aufstieg nach Sant Salvador mitzunehmen und damit die 3000 Hm voll zu machen. Da ich aber platt war, nicht zuletzt weil ich über Land entgegen der Vorhersage doch viel Gegenwind hatte, ließ ich den Schlenker aus und fuhr direkt ab nach Cala Murada.

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Sprint an die Schlei

Im November noch mal eine richtig schnelle Fahrt machen – früher war der November eher mau, in diesem Jahr ist alles anders.

Die Ansage war, ich bin in vier Stunden in Ketelsby. Und das hat dann auch auf die Minute funktioniert. Auf dem Weg dahin hatte ich mir ein paar Segmente rausgesucht, die ich gut fahren wollte. Den KOM auf der Lornsenstraße erhielt ich „aus Versehen“, habe aber sowieso nur meine eigene Zeit verbessert. Leider blendete mein Garmin die Segmente nicht ein, so dass ich die gewählten ohne Richtwert gefahren bin. Auf dem letzten Segment habe ich den KOM dann um eine Sekunde verfehlt. Aber trotzdem schön, dass das nach 135 km im November immer noch so gut klappte.

https://www.strava.com/activities/4341353215

An die Ostsee und zurück

Da das Wetter an diesem letzten Sommerwochenende immer noch sommerlich war, entschied ich mich, noch einmal eine längere Tour an die Ostsee zu machen.

Morgens waren die Temperaturen noch deutlich im einstelligen Bereich, weshalb ich den Start um eine Stunde verschob.

https://www.strava.com/activities/4083146966

Die Streckenplanung überließ ich weitgehend Strava und setzte nur wenige Wegpunkte. Insgesamt kam dabei eine tolle Strecke raus. Viele ruhige Wege und tolle Landschaften. Der Weg raus aus Hamburg funktioniert nur vernünftig, wenn man die Radwege mit dem Rennrad meidet.

Elbe-Lübeck-Kanal
Travemünde
Travemünde
Blick auf Lübeck vom Höhenweg aus
Fernmeldeturm Neverstaven

Ötztaler Social Radmarathon

Natürlich fiel aus in diesem Jahr der Ötztaler Radmarathon aus. Obwohl ich mich auch in diesem Jahr erfolglos um einen Startplatz bemüht hatte, wollten Denis und ich an dem ursprünglich geplanten Wochenende trotzdem etwas das Ötztaler-Feeling haben.

Der Veranstalter hatte für das Wochenende einen Ötztaler Social Radmarathon ins Leben gerufen. Man sollte an 1-3 Tagen insgesamt 238 km fahren. Die Höhenmeter waren dabei irrelevant (und in Norddeutschland wohl auch schwer zu erreichen).

Start früh morgens bei bestem Wetter

Ursprünglich hatten wir eine Tour durch den Harz geplant. Aufgrund der unklaren Wetterlage entschieden wir uns aber kurzfristig, unsere Tour in der Lüneburger Heide zu fahren. Bei der Planung versuchten wir, möglichst viele Höhenmeter zu sammeln. Daher zogen wir auch einige Schleifen durch die Landschaft. Trotzdem erreichten wir nur 1.500 m.

Hoch (😂) über Hamburg

Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück. Es bleib trocken und war überwiegend sonnig bei mäßigem Wind aus Südwest.

Einen Zwischenstopp in Oberhaverbeck ließen wir ausfallen. Die Kombination aus gerade mal keine Sonne und einem unfreundlichen Kellner im Café wirkte wenig einladend. So fuhren wir weiter und verpflegten uns etwas später in Schneeverdingen bei einem Edeka.

Lüneburger Heide
https://www.strava.com/activities/3982250180

Stilfser Joch

Das Stilfser Joch war einer dieser Pässe, die immer noch auf meiner Liste standen.

Das gute alte Ultimate mit dem Ortler im Hintergrund

Also wir im Sommerurlaub 2020 auch einen Stopp in Meran planten, war es schnell klar, dass ich das Rad mitnehme. Für die Berge entschloss ich dann doch, das Ultimate mitzunehmen. Bergab durch die 48 Kehren auf Carbonfelgen (ohne Disc) war mir dann doch zu heikel.

Morgens um 7 Uhr brach ich mit dem Auto von Lana/Meran auf und fuhr bis nach Prad. Kurz vor 9 Uhr startete ich dann von dort den Aufstieg. Um noch einigermaßen zeitig wieder in Lana zu sein, entschloss ich mich für den direkten Auf- und Abstieg, ohne noch eine größere Runde z.B. über den Umbrailpass zu machen.

Wettertechnisch sah alles sehr positiv aus. Viel Sonnenschein, angenehme Temperaturen und wenig Wind war vorhergesagt und bestätigte sich auch.

Hotel „Schöne Aussicht“ – knapp die Hälfte geschafft

Mein Ziel war es, den Aufstieg in unter zwei Stunden zu absolvieren. Ich war relativ gut mit Verpflegung ausgestattet. Nachträglich betrachtet, hätte ich deutlich weniger mitnehmen können. So musste ich alles den Berg hochschleppen. Weste und Armlinge waren für die Abfahrt aber sehr sinnvoll.

Was soll ich über den Anstieg sagen? Es geht halt lange bergan … Die Steigung ist relativ angenehm, das es recht konstant über die 25 km ansteigt. Meine Übersetzung von 38/28 war grenzwertig. Ich hätte mir gerne noch einen Gang gewünscht. Aber so war ich zumindest gezwungen, halbwegs flott den Berg hochzukurbeln.

Oben angekommen erwartete mich der Stelvio-Trubel. Ich blieb nur kurz für ein paar Fotos und fuhr dann schnell wieder ab.

Oben auf dem Stilfser Joch

Den Aufstieg absolvierte ich letztendlich in 1:49 Stunden. An dem Tag reichte es für Platz 4 (hinter einem Pro und drei U23-Fahrern). Ich war total happy mit der Leistung. Mit etwas weniger Gepäck und dem Aeroad (bergan!) hätte es vielleicht noch besser ausgesehen. Aber ich brauche ja noch etwas Luft nach oben für die nächsten Male.

https://www.strava.com/activities/3805924313

Bergab war es dann zumindest mental anstrengend. Kräftig vor jeder Kehre bremsen, auf die Schlaglöcher achten und sich nicht von Autos und Motorrädern ausbremsen lassen. Zwischendurch habe ich dann tatsächlich noch für ein paar Fotos angehalten.

Insgesamt ein toller Pass. Muss man mal gefahren sein!

Vätternrundan 2020 – Ersatzprogramm

In diesem Jahr war die Teilnahme an der Vätternrundan sowieso nicht geplant gewesen, auch wenn es natürlich wie in jedem Jahr wieder eine große Versuchung war. Im Nachhinein war das natürlich eine Entscheidung, die uns zumindest mit Corona abgenommen worden wäre, da natürlich auch die Vätternrundan 2020 abgesagt wurde.

Zufall oder auch nicht, genau an dem Wochenende plante Lothar eine längere Tour die Elbe entlang, der ich mich gerne anschloss.

Der Tag versprach eine gewisse Chance auf Regen und so nahm ich dann lieber das Ultimate mit auf die Tour. Wir trafen uns kurz vor 7 Uhr und machten uns auf den Weg elbaufwärts. Wir planten, nördlich der Elbe bis Lenzen zufahren, dort überzusetzen und dann auf der Südseite wieder zurück nach Hamburg zu fahren.

Kurz vor Dömitz verdunkelte sich der Himmel dann dramatisch und bald begannen die Blitze in einiger Entfernung zu zucken. Wir entschieden kurzfristig, nicht durch das Gewitter zu fahren, sondern traten den Rückweg an. Wir peilten den hellen Streifen am Horizont an, mussten aber bald feststellen, dass die Wolken und der Regen schneller waren. Als das Gewitter immer näher kam, stellten wir uns dann endlich unter und warteten besseres Wetter ab.

Flucht vor dem Gewitter – der helle Streifen am Horizont war das Ziel

Nach ca. einer halben Stunde hörte es auf zu regen und wir konnten weiterfahren. Da wir schon auf dem Rückweg waren, kreuzten wir die Elbe bei Darchau und fuhren dann auf der ursprünglich geplanten Strecke weiter Richtung Hamburg.

Wieder zurück in Hamburg verspürten einige, doch noch die 300 km zu erreichen. Also fuhren wir noch eine kleine Runde auf bekanntem Terrain durch die Haseldorfer Marsch.

https://www.strava.com/activities/3609107159

Vätternrundan 2019

Meine achte Vätternrundan sollte wieder zusammen mit Alex, Denis und Martin bestritten werden. Wie auch bei den letzten Runden war die Organisation die gleiche:

  • Start am Donnerstag um 5 Uhr in Hamburg
  • Über die Vogelfluglinie bis nach Motala (wie immer exakt in 9 h)
  • Zelt auf dem Campingplatz Staffanstorp aufschlagen
  • Donnerstagabend grillen
  • Freitag Startunterlagen abholen und kurz einrollen
  • Abends Pasta-Party am Zelt

Der Campingplatz Staffanstorp war wie immer. Allerdings hatten sie in diesem Jahr einen neuen Klo-Wagen, was die Situation deutlich entspannte.

Unser Lager

Unser „Einrollen“ war wieder einmal ziemlich flott. Irgendwie meinten alle, gleich mal den Erstfall proben zu wollen. Und so ging es sehr schnell bis zum Kreisverkehr in Skänninge und wieder zurück.

Unser Einrollen

Wir hatten in diesem Jahr die Startzeit um 04:16 Uhr ergattert. Also „ausschlafen“ und ohne Licht an den Start.

Die Wettervorhersage war ideal. Morgens zum Start 14°C, tagsüber bis 25°C, sonnig, trocken und wenig Wind. Wir starteten also in Kurz mit maximal wenig Klamotten.

Vor dem Start um 04:16 Uhr

Die ersten 80 km rollten wir ziemlich gemütlich mit 35 km/h in einer größeren Gruppe. Nicht unbedingt die Geschwindigkeit, die wir uns vorgestellt hatten, aber auch nicht so langsam. Dann hielt die Gruppe kurz an und wir fuhren zu viert weiter. Denis und mich packte das Rennfieber und ab da fuhren wir ein Zweier-Zeitfahren. Es holte uns auf den nächsten 100 km niemand ein. Einerseits schön, andererseits hätten wir uns natürlich auch mal wieder über etwas Windschatten gefreut.

Unseren ursprünglichen Plan, nach 140 km zu halten, ließen wir bleiben. Es rollte gut, wir hatten noch Getränke und so hielten wir erst kurz nach 180 km in Hjö. Kurz vor dem Halt verlor ich meine Satteltasche, was Denis zum Glück auffiel. Ansonsten wären Kreditkarte und Autoschlüssel weg gewesen.

Frohe Gesichter beim ersten Stop in Hjö

Kurz nach dem Stopp in Hjö dann ein ungeplanter Halt an einer geöffneten Brücke – noch mal 10 Minuten verloren. Ärgerlich.

Für die nächsten 30 Kilometer ging es dann wieder in einer größeren Gruppe weiter. Mit den ersten größeren Anstiegen wurde es uns dann aber wieder zu langsam und wir fuhren die nächsten 60 Kilometer wieder alleine davon. Ein paar Teilnehmer hingen sich dran, wollten aber nicht führen und fielen dann auch wieder zurück.

Die Gruppe hing uns weiter im Nacken und holte uns schließlich 35 km vor Ende wieder ein, da sie auf den Passagen bergab einfach schneller waren. Wir erholten uns noch mal für 20 km. Bergan wurde es teilweise aber lächerlich langsam. 15 km vor Schluss sprangen dann noch einmal drei Fahrer weg und wir hinterher. Endspurt. Und der hatte es tatsächlich in sich. Wir fünf arbeiteten sehr gut zusammen und so erreichten Denis und ich das Ziel mit 8:36 h in neuer Rekordzeit.

Leistungsdaten

Auch Martin und Alex schafften es in unter neun Stunden. Für Martin eine Premiere. Glückwunsch!

Zwischenergebnisse der Runde 2019

Mit mittlerweile acht Runden gab es bisher jedes Mal eine Verbesserung. Keine Ahnung, wohin das noch führen soll, die Luft wird zunehmend dünner. Vielleicht klappt es bei einer der folgenden Runden ja endlich mal mit einer eigenen großen und harmonischen Gruppe.

Meine Historie

Nachberachtung:

Die Analyse auf Strava zeigte abends dann eine Überraschung. Denis und ich hatten auf einer Sektion die bis dahin beste Zeit gefahren. Die 30 km waren wir komplett alleine gefahren.

Der Tagessieg hielt, bis die letzen Gruppen (Sub8) fuhren, da waren wir dann noch auf Platz 200 …

Tour d’Energie 2019

Mittlerweile ist es eine gute Tradition, die Saison mit der Tour d’Energie zu starten. Dieses mal waren wir wieder zu viert unterwegs. Alex, Denis, Martin und ich hatten wieder gemeldet.

Ich hatte früh gemeldet und in Kombination mit meiner guten Zeit vom letzen Jahr landete ich wieder im Block A der 100 km Strecke. Ich hatte in dem Jahr sehr gut trainiert. Viele Kilometer und einige härtere Einheiten. Speziell das Training mit der RSG Blankenese und der RG Uni Hamburg zeigten Wirkung. Leider musste ich in der Woche vor der TdE auf eine Konferenz und konnte mich daher nicht optimal ausruhen. Daher ging ich ziemlich müde an den Start.

Die Wetteraussichten waren sehr unbeständig. Am Abend vorher zeigte der Wetterbericht dann trockenes Wetter an. Ich hatte das Canyon AL und das Aeroad dabei und wollte mich kurz vorher entscheiden. Mit den Carbonfelgen durch den Regen wäre sicherlich keine gute Idee gewesen. Da es nun aber weitestgehend trocken vorhergesagt war, entschied ich mich für das Aeroad.

Während es trocken bleiben sollte und ich damit richtig getippt hatte, blieb noch die Wahl der Kleidung. Und da war ich zu ängstlich und wählte viel zu warme Sachen. Die Temperaturen waren zum Start unter 10°C und sollten sich nicht deutlich ändern. Beinlinge, Softshelljacke und Langarmtrikot waren schon bald viel zu warm, was mir speziell an den Anstiegen zu schaffen machte. Schon am ersten Anstieg hoch nach Deiderode musste ich etwas abreißen lassen (trotzdem die zweitbeste Zeit gefahren). Die weitere Strecke ging dann ganz gut. Hoch nach Jühnde auf dem Hochplateau versuchten wir dann gegen den Wind an die vor uns fahrende Gruppe heranzukommen, mussten dann aber irgendwann aufgeben. Bergab von Meensen war ich dieses Mal sehr glücklich mit meinem Aeroad. Nachdem die Abfahrt im letzen Jahr aufgrund des Seitenwindes ziemlich unruhig war, so lief dieses Mal alles glatt.

Der Weg an der Weser entlang war dann relativ entspannt. Allerdings kamen wir an einem unschönen Unfall auf gerader Strecke vorbei, bei dem sich eine Gruppe bei einer Verengung zerlegt hatten.

Der Anstieg von Hemeln lief okay. Ich entschied mich dieses Mal, einfach mit der Gruppe zu fahren. Nächster und letzter Höhepunkt war dann der Anstieg hoch zum Hohen Hagen. Auch dort kein neuer Rekord. Ich musste ziemlich kämpfen und speziell hier machten mir die warmen Klamotten ordentlich zu schaffen.

Auf der Abfahrt hatte ich dann wieder ein paar Krämpfe. Ärgerlich, denn so musste ich die ersten Kilometer etwas ruhiger fahren und musste wieder ein paar Fahrer ziehen lassen. Mit der nächsten Gruppe konnte ich dann wieder mitfahren und fuhr so die letzten 20 km bis ins Ziel.

Das Ergebnis war dann in Ordnung, wenn auch nicht übermäßig gut.